Kommunales Energiemanagement
Die Gemeinde Weissach im Tal hat sich zum Ziel gesetzt, eine treibhausgasneutrale Gemeindeverwaltung bis zum Jahr 2040 zu werden.
Um dieses Ziel erreichen zu können, wird unter anderem ein kommunales Energiemanagement eingeführt. Die Energieverbräuche sollen dadurch systematisch und automatisiert erfasst werden, um eine kontinuierliche Verbesserung der Energie- und Klimabilanz der Kommunalverwaltung zu erreichen. Durch das kommunale Energiemanagement soll die Energieeffizienz der kommunalen Gebäude gesteigert, die THG-Emissionen reduziert und die Nutzung erneuerbarer Energien erhöht werden.
Ein Energiemanagementsystem bildet auch eine wichtige Grundlage für Sanierungsvorhaben. Werden Energieverbräuche der kommunalen Liegenschaften stetig erfasst, kann davon eine priorisierte Rangfolge der zu sanierenden Gebäude abgeleitet und ein Sanierungsfahrplan erstellt werden, welcher individuell je Gebäude, spezifische Energie- und Heizwärmekonzepte beinhaltet.
Zudem erleichtert ein gut organisiertes Energiemanagement die durch das Land Baden-Württemberg vorgeschriebene jährliche Erfassung der Energieverbräuche sowie die Erstellung eines Energieberichts.
Aktuelles Förderprogramm hierzu: Implementierung und dauerhafter Betrieb eines Energiemanagementsystems (EMS) für die Gemeinde Weissach im Tal
Projekttitel: KSI:Implementierung und dauerhafter Betrieb eines Energiemanagementsystems (EMS) für die Gemeinde Weissach im Tal
Förderkennzeichen: 67K32294
Projektlaufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2028
Förderziel: Das Förderziel der Maßnahme KSI (Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld) zur Implementierung und zum dauerhaften Betrieb eines Energiemanagementsystems (EMS) ist die systematische, kontinuierliche Erfassung und Steuerung des Stroms-, Wärme- und Wasserverbrauchs zur Reduzierung der Energie- und Ressourcenverbräuche sowie der damit verbundenen Kosten.
Förderinhalte: Im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Klimaschutz (BMWK) werden folgende Komponenten gefördert:
- Messtechnik: Mobile und fest installierte Messtechnik, Zähler und Sensorik für diverse Messgrößen
- Instrument zur Auswertung messtechnischer Daten und energetische Bewertung von Gebäuden
- Durchführung von Gebäudebewertungen
- Einsatz fachkundiger externer Dienstleister
- Erstzertifizierung des Energiemanagementsystems (häufig nach Kom.EMS)
Hintergrund: Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungsreinrichtungen.

