Starkregen

Aufgrund des Klimawandels kam es in den vergangenen Jahren vermehrt zu Starkregenereignissen mit verheerenden Auswirkungen. Durch diese intensiven Regenmengen innerhalb kürzester Zeit erreichen die Entwässerungssysteme schnell ihre Kapazitätsgrenzen und die Wassermassen können von den Straßeneinläufen nicht mehr aufgenommen werden. Dadurch entstehen Überstauungen und Überflutungen, welche häufig eine Gefahr für Leib und Leben mit sich bringen. Vor allem in den Sommermonaten verursacht der Starkregen in Verbindung mit heftigen Gewittern oft große Schäden. Im Gegensatz zu Hochwasser an großen Flüssen ist der genaue Ort und Zeitpunkt kaum vorherzusagen und kann für die Betroffenen sehr überraschend auftreten.

Durch entsprechende Vorsorgestrategien kann sich eine Gemeinde auf derartige Ereignisse vorbereiten und so Schäden minimieren. Aus diesem Grund wurde in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Hochwasserschutz Weissacher Tal am 21.10.2021 das Ingenieurbüro Klinger und Partner aus Stuttgart mit der Erstellung des kommunalen Starkregenrisikomanagements beauftragt (Gefährdungsanalyse, Risikoanalyse und Handlungskonzept). Die Umsetzung kann vom Land Baden-Württemberg bis zu 70 % gefördert werden.

Am 15.05.2025 fand eine Informationsveranstaltung zum Kommunalen Starkregenrisikomanagement statt. Die Präsentation hierzu finden Sie nachstehend.

Information: Bitte beachten Sie, dass das Laden der Starkregengefahrenkarte aufgrund der Datenmenge einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Die Starkregengefahrenkarte sowie den Erläuterungsbericht für Weissach im Tal finden Sie in den nachstehenden Links:

Weitere Informationen zu dem Thema Starkregen finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg:

https://www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de/de/was-ist-starkregen

Starkregenrisikomanagement - Handlungskonzept für die Gemeinde Weissach im Tal

Das Handlungskonzept ist Teil des kommunalen Starkregenrisikomanagements für das Weissacher Tal. Es zeigt auf, wie Starkregenereignisse unsere Gemeinde betreffen können und welche Maßnahmen sinnvoll sind, um Risiken zu verringern und Schäden zu vermeiden.

Das Konzept umfasst die Bereiche Informationsvorsorge, kommunale Flächenvorsorge, Krisenmanagement sowie die Konzeption baulicher Maßnahmen. Damit bildet es die Grundlage dafür, wie sich die Gemeinde, Betriebe und Bürgerinnen und Bürger besser auf zukünftige Starkregenereignisse vorbereiten können.

Im Handlungskonzept wurden konkrete Maßnahmen für die gesamte Gemeinde Weissach im Talausgearbeitet (Kapitel 5.3.2 ab Seite 41). Diese Maßnahmen reichen von Verbesserungen an Verdolungen über Notwasserwege bis hin zu Rückhaltemaßnahmen im Innen- und Außenbereich.

Das Handlungskonzept dient als fachliche Grundlage für zukünftige Planungen, für die Weiterentwicklung des Krisenmanagements und für bauliche Schutzmaßnahmen. Es unterstützt die Gemeinde dabei, Prioritäten zu setzen und Synergien mit dem bestehenden Hochwasserschutz zu nutzen.

Der Vorabzug des Handlungskonzeptes steht hier als PDF zum Download bereit.

Bitte beachten Sie: Das Handlungskonzept stellt eine fachliche Empfehlung des beauftragten Ingenieurbüros dar. Die Gemeinde prüft derzeit, welche Maßnahmen technisch, rechtlich und finanziell umgesetzt werden können.

Karten

Die Betroffenheit der einzelnen Teilorte können Sie den Karten entnehmen. Auf den Übersichtskarten wird die gesamte Gemeinde Weissach im Tal im Rahmen eines extremen Starkregenereignisses dargestellt.

Unterweissach
Oberweissach
Bruch

Hochwasserschutz

Die Hochwasser und Starkregen der letzten Jahre haben eindrücklich gezeigt, wie aktuell das Thema Hochwasser in Baden-Württemberg ist. Voraussichtlich wird der Klimawandel die Hochwassersituation in Zukunft noch verschärfen.

Auf der Homepage des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg www.hochwasser.baden-wuerttemberg.de können wichtige Informationen zum Thema Hochwasser und Hochwasserschutz, wie unter anderem auch die interaktiven Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten abgerufen werden. Stets aktuelle Informationen bietet auch die Hochwasservorhersagezentrale Baden Württemberg auf www.hvz.baden-wuerttemberg.de.

Wetterwarnungen können hier eingesehen werden: www.dwd.dewww.unwetterzentrale.de.

Die Gemeinden Allmersbach im Tal, Weissach im Tal und Auenwald schlossen 1998 eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit dem Ziel, das Weissacher Tal vor Hochwasser zu schützen. Für den Bau und Betrieb der dafür notwendigen Schutzmaßnahmen wurde im Dezember 2000 der Zweckverband Hochwasserschutz Weissacher Tal, mit den Verbandsmitgliedern gegründet.

Seitdem wurden sechs Hochwasserrückhaltebecken (HRB) fertiggestellt:

  • HRB Brüdenbach (2008),
  • HRB Holzbach (2010),
  • HRB Lohwiesenbach (2012),
  • HRB Heslach (2013),
  • HRB Glaitenbach/Däfernbach (2017),
  • HRB Horbetsbach (2018) und
  • HRB Gruppenbach (2024).

Nachfolgend eine Auflistung der Hochwasserrückhaltebecken der Gemeinde Weissach im Tal:

HRB

Baujahr

Stauvolumen

(m³)

Einzugsgebiet

K (km²)m“

Reduzierung des
HQ100 Abflusses

unmittelbar durch HRB
geschützte Ortslagen

Glaitenbach / Däfernbach

2017

78.000

6,8

37 %

Oberweissach / Unterweissach

Brüdenbach

2008

53.300

2,2

63 %

Unterweissach

Horbetsbach

2018

9.100

0,9

32 %

Unterweissach

Gruppenbach

2024

50.000

5,4

41 %

Cottenweiler / Unterweissach

Langwiesenbach /
Kohlwiesenbach

in Planung

22.100

1,9

31 %

Cottenweiler / Unterweissach

 

Ansprechpartnerin

Sarah Kienzle-Krauter
Tel: 07191 3531-42
E-Mail: bauamt(@)weissach-im-tal.de