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Sehenswürdigkeiten und Denkmale in der Gemeinde Weissach im Tal

Evangelische Pfarrkirche St. Agatha

Die Evangelische Pfarrkirche St. Agatha beherrscht mit ihrem Kirchturm das Ortsbild von Unterweissach. Sie wurde im 13. bis 14. Jahrhundert erbaut und wurde seither mehrmals renoviert und erweitert. Der älteste Teil der Kirche ist der Turmstock.

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Im Chor ist ein Holzkreuz mit der Inschrift: "Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde" und daneben die Anzahl der Toten und Vermissten der letzten beiden Weltkriege aus der Gemeinde aufgelistet.

Außerdem befinden sich im Chor verschiedene Grabmale.

In der Kirche gibt es weitere, kulturhistorisch interessante Kostbarkeiten:

  • Das Altarkreuz, eine ländliche Arbeit aus dem Jahr 1720, worauf der sterbende Christus dargestellt ist.
  • Glocken, eine in Cis aus dem 15. Jahrhundert, zwei aus dem Jahr 1951, in a und h.
  • Eine Orgel mit neuromanischem Prospekt, welche von C. G. Weigle gebaut und 1983 von Reinhard Tzschökel renoviert wurde.
  • Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1722, sie wird von einer Säule mit geschnitztem Blattkapitel getragen.
  • Emporenmalerei von 1747, dargestellt im Stil von Bauernmalerei (derzeit 20 Tafeln freigelegt).

Das Rathaus

Das Rathaus besteht aus dem alten Amtshaus und dem ehemaligen Gasthaus zum Lamm. Beide Häuser sind heute durch einen Gang miteinander verbunden.

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Das Amtshaus oder Vogtshaus wurde 1612 für den Unterweissacher Stabamtsmann gebaut. Unterweissach war der Sitz von Gericht und Stab der Unterämter Ebersberg und Reichenberg.

1825 wurde das Amtshaus zum Rathaus von Unterweissach. Das Haus wurde mehrmals umgebaut.

Im Untergeschoss des Hauses befand sich eine Arrestzelle, früher Zuchthäusel genannt, dort wurden auch noch nach dem 2. Weltkrieg Missetäter für kurze Zeit untergebracht.

Das ehemalige Gasthaus zum Lamm wurde 1792 erbaut. 1978 erwarb die Gemeinde Weissach im Tal das Haus. Das Fachwerk wurde freigelegt und eine umfangreiche Renovierung vorgenommen. 1983 wurde das ehemalige Gasthaus zum Lamm als Erweiterung des Rathauses bezogen.

Das Bürgerhaus

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Die ehemalige Lammscheuer wurde 1987 zum Bürgerhaus ausgebaut. Dieses steht den Bürgern und Vereinen mit verschiedenen Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung.


Die Obstpresse

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Zwischen Rathaus und Bürgerhaus ist eine große, alte Obstpresse ausgestellt. Sie ist ein Symbol für den seit Generationen betriebenen Streuobstbau in der Gemeinde.


Der Rathausbrunnen

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Vor dem Rathaus befindet sich der ehemalige Lamm-Brunnen. Er wurde 1803 von Maurermeister Matthäus Nickel erbaut. Er besteht aus einem Rechteckssteintrog aus Steinplatten. Das Wasser fließt aus einem verzierten Stock. Die Vase auf dem Brunnenstock mit Zopf und Rosettenverzierungen wurde von Konrad Ludwig Söhnle aus Murrhardt gestaltet.


Die Alte Brücke über dem Brüdenbach

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Die Brücke wurde 1741 erbaut und 1954 südlich um einen Bogen gekürzt. Sie ist mit Steinquadern verblendet und hat Treppen auf beiden Seiten des steinernen, gepflasterten Fußgängerstegs.


Das Heimatmuseum

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Das Heimatmuseum ist ein ehemaliges eingeschossiges Kleinbauernfachwerkhaus.
Die Giebelinschrift lautet: 1781 Johan Adam Fiechner, W.G. (Wilhelm Grübele) 1930.

Ursprünglich waren Wohnung, Stall und Scheuer unter einem Dach untergebracht.


1885 wurde ein Anbau an der Nordseite vorgenommen, in diesem Erweiterungsbau entstanden 2 Zimmer und Küche.
Die Küche im alten Haus wurde zur Backstube, neben dem Haus befindet sich ein Bauerngarten mit Bienenstand.

Öffnungszeiten des Museums in der Brüdener Straße 7: von April bis Oktober jeweils am 1. und 3. Sonntag im Monat von 14.00 - 17.00 Uhr und nach Anmeldung im Rathaus oder bei Familie Ebinger, Bergweg 7, Tel.: 07191/52941.

Die Lange Brücke

Die Lange Brücke (35 m) aus dem 18. Jahrhundert führt über die Weissach und ist mit Sandsteinen verblendet.

Der Fischbrunnen

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Der Fischbrunnen wurde 1960 von Steinmetz Hugo Krautter aus Unterweissach gestaltet. Er befindet sich in der Backnanger Straße "Bei der langen Brücke". Der Brunnen ist aus Muschelkalk und wird aus einer natürlichen Quelle gespeist. Der Abfluss wird in die nahegelegene Weissach geleitet.


Forststraße 10

Im Gegensatz zu den vielen kulturhistorischen Kleinoden befindet sich im Hofraum des Anwesens Forststraße 10 mehrere, vom Künstler Peter Haußmann aus Oberweissach geschaffene neuzeitliche Werke.

Im Rahmen der Vorstellung dieser Arbeiten 1995 erläuterte der Vorsitzende des Heimat- und Kunstvereins Backnang, Ernst Hövelborn, dass "ein Hofraum nicht nur zweckorientiert, genutzt werden muss, sondern auch dem Schönen Raum gegeben werden soll, das keinen Zweck in sich trägt."

Friedensstaße 10

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Hier befindet sich eine neu renovierte Stallscheuer, die früher zum Gasthaus Krone gehörte.

Nach der Renovierung 2000 ist heute das Gemeindearchiv und die Ortsbücherei in modern ausgestatteten Räumen untergebracht.


Sonnenuhr

An der Schule an der Weissach ist eine Sonnenuhr von Steinmetzmeister Hugo Krautter angebracht. Für jede Stunde ist eine Achterschleife mit Tierkreiszeichen aufgemalt. Der lateinische Text lautet:

TARDA FUIT PIGRIS VELOX OPERANDIBUS HORA
(Zögernd flieht die Zeit dem Faulen, rasend schnell dem der sich müht.)

Die Weltzeituhr

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Vor dem Haus von Hugo Krautter in der Stuttgarter Straße 79 in Unterweissach steht die von ihm konstruierte Weltzeituhr. Eine Säule, die mit einem Stern gekrönt ist. Diese befindet sich nördlich eines kleinen Teiches, der mit Steinen eingefasst ist. Auf den Steinen ist das Weltzeitziffernblatt, mit vollen, halben und Viertelstunden und die Städtenamen, in denen gerade die Sonne am höchsten steht.


Auf der Nordseite der Säule ist die Mittagsuhr mit der mit der Zeitgleichungsachterschleife, diese ist etwa 10 m lang mit Jahreskalender und Tierkreiszeichenbildern.

Ehrenmal

Auf dem Friedhof in Unterweissach befindet sich das Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege. Die Mauer ist aus Muschelkalk, das Bodenkreuz und die Schrift ist aus südafrikanischem Granit. Hier wurden die Namen der Gefallenen verewigt.

Urnenwand

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Die Urnenwand (Kolumbarium) wurde ebenfalls von Hugo Krautter erbaut und ist ein sehenswertes Kunstwerk auf dem Friedhof in Unterweissach.