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Umwelt - Aktive Umweltpolitik

In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Umweltpolitik immer stärker in den Mittelpunkt kommunalpolitischer Entscheidungen gerückt.

Wie gehen wir mit unserer Umwelt um? Wie entwickelt sich unsere Gemeinde weiter? Wo kann die Umweltverträglichkeit verbessert, dauerhafte Umweltschäden vermieden werden?

Das sind nur einige Schlagworte, die Bürgerinnen und Bürger, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung beschäftigen und bei Planungen, Entscheidungen und Vorhaben Berücksichtigung finden müssen.

Ein Meilenstein in der Umweltpolitik der Gemeinde war die Erstellung einer UMWELTBILANZ für die gesamte Gemeinde im Jahr 1990. Weissach im Tal hat als eine der ersten Gemeinden Baden-Württembergs auf eigene Kosten eine umfangreiche Bilanzierung der Umwelt, unter Berücksichtigung aller Bereich wie Boden, Wasser, Luft, Siedlung, Abfall usw. erstellt und als Konsequenz aus den Erkenntnissen der UMWELTBILANZ einen umfangreichen Maýnahmenkatalog für die Biotopvernetzung erarbeitet.

Eine weitere Konsequenz der UMWELTBILANZ war der 1. UMWELTBERICHT aus dem Jahr 1991. Der 2. UMWELTBERICHT datiert aus dem Jahr 1997.

Die Umweltberichte sind eine Bestandsaufnahme und Erfolgskontrolle der durchgeführten Projekte und Maýnahmen, zeigen wo Vorgaben der UMWELTBILANZ verwirklicht wurden, aber auch wo Defizite im Umweltbereich festzustellen sind.

Die Umweltpolitik einer Gemeinde kann sich jedoch nicht nur auf Bereiche wie Biotopvernetzung, Naturschutz oder Landschaftspflege erstrecken. Für eine intakte Umwelt sind eine Vielzahl weiterer Faktoren zu berücksichtigen.

Ein wesentliches Problem unserer Industriegesellschaft sind Energiegewinnung und -verbrauch, Luftverschmutzung oder Verkehr.

Um gesicherte Daten für künftige Entscheidungen zu erhalten, wurde 1993 ein ENERGIEKONZEPT für die Gemeinde erstellt, welches alle relevanten Parameter erfasst und mögliche Maýnahmen, sei es im Bereich der Energieeinsparung, der Umstellung auf umweltfreundliche Energieträger oder die Nutzung regenerativer Energie berücksichtigt.

Die Erkenntnisse aus dem ENERGIEKONZEPT mündeten 1995 in ein umfangreiches und weit über die Kreisgrenze hinaus beachtetes "CO2 - REDUKTIONSPROGRAMM", welches die Förderung thermischer Solaranlagen, Einsatz von Brennwerttechnik, Erstellung von Niedrig-Energie-Häusern, nachträgliche Wärmedämmung an bestehenden Gebäuden, Einsatz von Photovoltaikanlagen und als "Sofortmaýnahme für jedermann" die Förderung von Energiesparleuchten beinhaltet.

Dieses Programm ist bis zum heutigen Tag in Kraft und wird von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde intensiv genützt. Bisher sind beispielsweise in der Gemeinde 87 thermische Solaranlagen, zwei kleinere und eine groýe Photovoltaikanlage, sowie eine Vielzahl von Niedrig-Energie-Häusern errichtet worden.

Der schwierigste Bereich hinsichtlich der Luftverschmutzung ist, wie für viele andere Gemeinden auch, der Verkehr, welcher über mehrere Kreisstraýen durch die einzelnen Ortsteile der Gemeinde flieýt.

Mangels rechtlicher Zuständigkeit, geografischer Probleme und natürlich auch fehlender Haushaltsmittel ist eine änderung dieser Situation zumindest kurz- und mittelfristig, in einigen Bereich sicher auch langfristig, nicht möglich.

Um jedoch auch in diesem Bereich eine Verbesserung herbeizuführen, wurde 1995 ein GUTACHTEN ZUM RADWEGNETZ in der Gemeinde in Auftrag gegeben und die daraus resultierenden Verbesserungsvorschläge zwischenzeitlich vollständig umgesetzt. Durch dieses Konzept und den Maýnahmenvorschlägen wurde eine Erhöhung der Attraktivität des Radwegnetzes erreicht, so dass für kurze Wege zum Einkauf oder kleinere Strecken zwischen den Ortsteilen eine Alternative zum Auto angeboten werden kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs, der durch ein Liniennetz mit zahlreichen Haltestellen in allen Ortsteilen und kurzen Taktzeiten, sowie der auf die S-Bahn in Backnang abgestimmten Fahrpläne eine gute Alternative zum Individualverkehr mit dem Pkw darstellt. Die nicht unerhebliche Beteiligung der Gemeinde am Abmangel aus dem öPNV ist ein wesentlicher Beitrag zur Verringerung der Verkehrdichte und daraus resultierend der Luftverschmutzung.

Im April 2002 wurde erstmals der "Weissacher Busfahrplan" herausgegeben, ein Fahrplan aller Weissacher Buslinien und aller Haltestellen, ergänzt um die Linien des Rufautos in handlichem Taschenformat.

"Wie geht es mit der Gemeinde weiter?", mit dieser Frage beschäftigen sich Gemeinderat und Gemeindeverwaltung.

Bauliche Entwicklung, Siedlungsflächenbedarf, Gewerbegebiet, Verkehrsplanung - wesentliche Punkte für die Zukunft einer Gemeinde.

Detailliert befasst hat sich mit diesen Problemen der GEMEINDEENTWICKLUNGSPLAN mit Teilfortschreibung der UMWELTBILANZ, welcher im Jahr 1999 erstellt wurde.

Ein wichtiges Instrument für alle kommunalen Entscheidungsträger bei anstehenden Beratungen zu Fragen der Zukunftsentwicklung der Gemeinde. "Kirchturmspolitik" genügt den heutigen Ansprüchen einer Kommune nicht, vielmehr sind die zu bewältigenden Aufgaben in einem komplexen Zusammenhang zu betrachten.

"Bewährtes erhalten - Neues gestalten", ein Motto im Zusammenwirken von Gemeinderat und Gemeindeverwaltung, welches nicht nur für den Bereich Umwelt gilt, sondern alle kommunalen Vorhaben und Entscheidungen berührt.