Sie befinden sich hier: : Startseite / Gemeinde / Partnerstädte / Lommatzsch

Lommatzsch (Sachsen)

www.lommatzsch.de

Lommatzsch ist ein alter Siedlungsstandort,

wlomm

dessen Anfang vielleicht bis ums Jahr 600 n. Chr. zurückreicht. Im 9. Jahrhundert war Lommatzsch unter dem Namen "Glomaci” als Hauptplatz einer Slawensiedlung bekannt. Seine erste goldene Zeit sah die "Lommatzscher Pflege”, wie dieser Landstrich genannt wird, um die Mitte des 11. Jahrhunderts unter Kaiser Heinrich IV. Urkundlich wurde Lommatzsch 1286 zum ersten Mal als Stadt erwähnt.
In fast jedem Jahrhundert ist Lommatzsch durch Kriegs- und Fehdezeiten stark zerstört und immer wieder von seinen Bewohnern aufgebaut worden.

Die "Lommatzscher Pflege" zeigt den ausgesprochenen Charakter eines Hügellandes. Sanft wellt sich Bergrücken an Bergrücken und von den Höhen zum Tale reihen sich gesegnete Fruchtäcker besten Löß-Lehmbodens.
Der stolzeste Bau der Stadt ist die Kirche mit den drei Türmen. Sie wurde 985 von Otto dem Großen gestiftet und von Papst Johann XIII. um 970 bestätigt. Ihre jetzige Form erhielt sie 1504 durch Baumeister Peter Ulrich aus Pirna.

lomm

Von 1550 bis 1555 wurde während der Amtsperiode von Bürgermeister Dominici Stein das Rathaus in der heutigen Größe erbaut.
Wie von jeher, so ist auch heute noch Lommatzsch vorwiegend eine Landstadt, seit der Urväter Zeiten der traditionelle Mittel- und Sammelpunkt der ländlichen Bevölkerung.
Dieser zentrale Status hat seit dem 1.1.1994 noch an Bedeutung gewonnen, als sich die umliegenden sechs Gemeinden Dörschnitz, Neckanitz, Piskowitz, Striegnitz, Wachtnitz und Wuhnitz mit Lommatzsch zusammengeschlossen haben und als eine mit ca. 7000 Einwohnern (bei ca. 7000 ha Fläche) große Gemeinschaft alle anstehenden Probleme lösen will und wird.
Die Stadt Lommatzsch begann sehr zeitig, dank der Tüchtigkeit und der Intelligenz Ihrer Bevölkerung, die charakteristische Eigenart der Industrieentwicklung Sachsens zu zeigen. Nach der Gründung der DDR bis zur Wende 1989 entwickelt sich Lommatzsch wie fast alle Gemeinden der ehemaligen DDR. Mit der Wende 1989 veränderten sich die Verhältnisse auch in Lommatzsch. Zahlreiche klein- und mittelständische Betriebe wurden neu gegründet und versuchen mit viel Fleiß und Regsamkeit, der Stadt zum Aufschwung zu verhelfen und die Heimat zu verschönern.
Lommatzsch hat eine Grund- und eine Mittelschule, eine Kindertagesstätte und einen Schulhort, ein privat betriebenes Altenpflegeheim und eine Sozialstation des DRK.
Zur Freizeitgestaltung laden moderne Turnhallen, Sportplätze, Kegelbahnen, Tennisplätze und ein neu gestaltetes Freibad ein. Für die Kinder wurden die Spielplätze verschönert und mit neuen Spielgeräten ausgestattet. 25 verschiedene Vereine tragen zur Bereicherung des sportlichen und kulturellen Lebens von Lommatzsch bei.
Seit dem 1. September 1990 besteht die freundschaftliche und partnerschaftliche Verbundenheit mit der Gemeinde Weissach im Tal. Viele Kontakte zwischen den Verwaltungen, den Schulen, den Vereinen, Organisationen und einigen Firmen zeigen den Wunsch, die Barrieren zwischen Ost und West abzubauen und Verständnis für den anderen aufzubringen. Regelmäßige Treffen von Bürgern beider Gemeinden, den Vereinen, den Partnerschaftskomitees und des Gemeinderates sollen das unterstützen.

Seit 1994 hat Lommatzsch zur ungarischen Stadt Kiskunmajsa ebenfalls Partnerschaftsbeziehungen aufgenommen. Hier geht es vor allem darum Kontakte zu ehemaligen Oststaaten zu pflegen und dieser ungarischen Stadt in der Pußta "Hilfe zur Selbsthilfe" zu geben.