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Einrichtungen - Vereine

Kulturkreis Bildungszentrum Weissacher Tal

Die Geburtsstunde des Kulturkreises Bildungszentrum Weissacher Tal schlug im späten Winter 1983, exakt am 21.2.1983. Einige Lehrkräfte des Bildungszentrums, aber auch interessierte Bürger der Gemeinde fanden sich auf Einladung von Rüdiger Frey ein, um die kulturelle Möglichkeiten, Chancen und Bedürfnisse unserer Raumes zu diskutieren.

Eines war von vornherein klar: Eine Konkurrenz zu den örtlichen Gesang- bzw. Musikvereinen und deren Darbietungen wollte man nicht sein. Nein, es galt eine Nische zu entdecken, die ein breites Band an kulturellen Interessen im Weissacher Tal befriedigen konnte. Es ging darum, bestimmte kulturelle Erlebnisse vor Ort erleben zu dürfen, ohne jedesmal eine Fahrt nach Backnang oder Waiblingen riskieren zu müssen.

Der Gründungsvorgang des Kulturkreises war relativ einfach. Doch bevor man mit Veranstaltungen an die Öffentlichkeit treten wollte, waren Diskussionen über die Arbeit, vor allem aber über Inhalt von künsterlischen Darbietungen, notwendig. Es galt Fragen zu klären; beispielsweise welche Qualität verlangte man den Künstlern oder Ensembles ab? Oder welchen finanziellen Rahmen setzte man bei Engagements? Oder sollten »Stars«, also bekannte Größen, verpflichtet werden oder aber verstand man sich mehr als Förderer der Nachwuchstalente? Zuletzt: welchen Rahmen sollte die Kleinkunst erhalten?

Nun, wir glauben, unsere Besucher haben den »roten Faden« des Kulturkreises längst erkannt.

Wer erinnert sich nicht noch gerne an die Jazzkonzerte mit Alexanders Ragtime Band, den Flat Foot Stampers oder der Old Fashion Jazzband. Im Frühjahr 1984 gastierte die irische Folkloregruppe »The Bucks« im Bildungszentrum und brachte selbst schwäbische Herzen zum Überwallen. Die Kommunikationsstraße der Schule wurde kurzfristig in eine Tanzfläche umgewandelt und dies lag sicherich nicht nur am schäumenden »Guiness«.

»Cigalle« mit französischen Chansons, die professionell auftretende Country- und Westerngruppe »Westwood«, »Unkraut«, mit deutscher Folkore des Mittelalters oder aber Werner Lämmerhirt, ein Virtuose auf seiner Gitarre, waren weitere Höhepunkte einer Sparte, die landläufig Unterhaltungsmusik genannt wird.

Den breiten Bereich der klassischen Musik, der im Kulturkreis seine Fortsetzung zu früheren Veranstaltungen im Bildungszentrum erlebte, füllte sowohl Orchester als auch Einzelsolisten aus. Höhepunkte des Publikumsinteresses waren der Opernabend im Bildungszentrum, vor allem jedoch das Zauberflötentheater der Staatlichen Musikschule Stuttgart. Eine ausverkaufte Auenwaldhalle zeigte das starke Interesse an dieser phantastischen Ausführung.

Einen Schwerpunkt der Arbeit des Kulturkreises nimmt sicherlich unsere einheimische Sprache, das Schwäbische, ein.

Von Helmut Wagner, der vor allem Thadäus Troll rezitierte, über Ulli Keuler mit Nonsens und Satire aus dem schwäbischen Alltag bis zu Wilhelm König, einem der bekanntesten schwäbischen Dichter unserer Tage, reichte die Palette.

Es gäbe noch vieles zu berichten über die Veranstaltungen in der Bibliothek oder über das Angebot anspruchsvoller Filme im Bildungszentrum.

Ein weiterer Höhepunkt in der Arbeit des Kulturkreises sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben; das jährlich vorweihnachtliche Gastspiel des Heidenheimer Volkstheaters, Märchen wie Rumpelstilzchen, Kalif Storch oder zuletzt Peterchens Mondfahrt werden vor allem unseren jüngsten Besuchern unvergessen sein.

Während der ersten Jahre blieb die Kulturarbeit auf das Bildungszentrum beschränkt.

Seit 1989 haben wir unsere Arbeit räumlich ausgeweitet. Zunächst die Gemeinde Weissach im Tal mit dem Bürgerhaus in Unterweissach und ca. 2 Jahre später die Gemeinden Auenwald und Allmersbach im Tal.

Mit der Seeguthalle in Weissach im Tal und der Auenwald-Halle stehen nunmehr durch Kapazitäten zur Verfügung, die das Engagement von sogenannten »Größen« ermöglichen.

Die Aufzählung einiger Aufführungen sollte kein Blick in die Vergangenheit sein, sondern lediglich die Arbeit des Kulturkreises aufzeigen. Eine Arbeit, die sich weder den traditionellen Werten unseres Landes verschließt, noch die gegenwärige sehr lebendige Kunst aus den Augen verliert. Nicht ein bestimmtes Publikum soll angesprochen und zum Besuch animiert werden. Nein, das breite gesellschaftliche Spektrum unserer Bevölkerung soll sich in den verschiedensten Veranstaltungen wiederfinden.

Abschließend sei uns noch eine Bitte erlaubt: Für die bisherige Arbeit tragen etwa zwei Dutzend aktive Mitglieder des Kulturkreises Verantwortung. Vor allem im kulturellen Bereich glauben wir, daß Stillstand der Arbeit zum Rückstand führt. Gerade deshalb bitten wir alle Interessierte uns mit Rat und Tat, vor allem aber mit Vorschlägen, zur Seite zu stehen.

Unsere Kontaktadresse:

Rüdiger Frey

Bildungszentrum Weissacher Tal

Tel. 07191/352030