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 12 Regeln zur richtigen Kompostierung 
  mit dem Schnellkomposter 
  1. Komposter so aufstellen, dass genügend Luft durch die unteren Luftschlitze in den Belüftungskanal und durch die Belüftungslöcher in den Behälter gelangen kann. Am besten auf Holzpalette oder Kanthölzer stellen.
  2. Fäulnis verhindern, sie bildet sich bei zu nassem Kompostmaterial bei Luft-(Sauerstoff-) mangel und lockt Fliegen und Ungeziefer an.
  3. Die Luftlöcher dürfen nicht verstopfen, deshalb zuerst 5 cm Stroh-, Holz- oder Reisighäcksel als unterste Schicht einfüllen.
  4. Küchenabfälle und Rasenschnitt sind meist zu naß, deshalb erst abtropfen und etwas trocknen lassen und bei Bedarf mit trockenem Material (Stroh-, Holz- oder Reisighäcksel) mischen.
  5. Gesteinsmehle (Lava, Basalt) binden Feuchtigkeit und Gerüche und bringen nützliche Mineralien und Spurennährstoffe mit.
  6. Tonhaltige Erde wie Lehm oder Tonmehl (Bentonit) binden die Nährstoffe im Kompost, es bilden sich die wertvollen Ton-Humus-Verbindungen (Ton-Humus-Komplexe), die für eine gute Bodenstruktur sorgen.
  7. Kompoststarter können je nach Qualität die Verrottung beschleunigen und verbessern. Am besten sind Starter, die besonders gut arbeitende Bodenmikroben (Bakterien und Pilze) enthalten. Lübke Bakterienstarter enthält über 55 solcher Mikrobenstämme, die einen hochwertigen Humus erzeugen.
  8. Für eine möglichst einfache Handhabung werden alle notwendigen Zuschlagstoffe zur "Starter-Trockenmischung" gemischt. 10 kg Urgesteinsmehl (Eiffelgold, Luzian) und 5 kg Bentonit werden mit 1 Portion (30 kg) Lübke-Starter gemischt. Diese Mischung reicht für 1 bis 2 mý Kompostmaterial und ist trocken gelagert mindestens zwei Jahre haltbar.
  9. Unterste Schicht 5 cm Reisighäcksel, um Luftzufuhr zu sichern. Dann kann mit dem Befüllen begonnen werden. Frisches Kompostmaterial mit etwas Startertrockenmischung überstreuen und möglichst sofort oder mindestens alle 8 bis 10 Tage die obersten 30 cm gut und locker durchmischen.
  10. Bildet sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Fäulnisgeruch, so dass Fliegen angelockt werden, ist der Kompost zu feucht. Behälter entleeren, mit trockenem Material mischen und locker wieder einfüllen.
  11. Unter optimalen Bedingungen ist das zuerst eingefüllte Material auch ohne Mitwirkung des Kompostwurms nach 6 bis 8 Wochen fertig. Der Kompostwurm erscheint nur, wenn die Mikroorganismen (Bakterien und Pilze) das Material nicht vollständig verarbeiten konnten. In solchen Fällen ist der Kompostwurm derjenige, der das Material vor Fäulnis retten und in guten Humus verwandeln kann.
  12. Um zu prüfen, ob der Kompost fertig und wurzelverträglich ist. Kressetest durchführen. Etwas Kompostmaterial absieben, in Blumentopf füllen, Kresse einsäen und feucht halten. Dasselbe als Vergleichsprobe mit guter Gartenerde wiederholen. Gedeiht die Kresse im Kompost mindestens so gut wie in der Gartenerde, ist der Kompost fertig.
Weitere Informationen:
Gemeindeverwaltung Weissach im Tal
Umweltbeauftragter, Telefon: 07191/3531-32
e-mail: rudolf.scharer@weissach-im-tal.de