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 Ökologisch bauen - Naturnahe Baustoffe 
Das Baustoffangebot und die Baustoffverwendung haben sich in den letzten Jahrzehnten wesentlich geändert. Dazu haben sowohl höhere Komfortansprüche als auch die Notwendigkeit, Energie einzusparen, beigetragen.
 
Generell muss für die Wahl der Baustoffe die Prämisse der Schadstoffminimierung gelten, d.h., es sollten Baustoffe verwendet werden, die bei ihrer Herstellung, Nutzung und späteren Beseitigung möglichst wenig Schadstoffe emittieren.
 
Als Baustoffe sollten
  • keine gesundheitsgefährdenden Stoffe,
  • keine Stoffe, deren dauerhafter Erhalt für die ökologische Entwicklung relevant ist,
  • möglichst recyclingfähige Materialien verwendet werden. Unter dem Gesichtspunkt einer Energie / Ökobilanz kann die Verwendung einheimischer, regional verfügbarer Materialien vorteilhaft sein.
Einige Beispiele für Baustoffe und Bauteile, die unter Umweltgesichtspunkten als geeignet bewertet werden können:
  • Ziegel, massiv und porosiert. Poren- bzw. Leichtbausteine, Kalksandsteine.
  • Holzbalkendecken (Problem ist der Schall- und manchmal der Brandschutz).
  • mineralische Außenputze mit hydraulischem Kalk als Bindemittel.
  • Holzständerbauweise mit hochwirksamen Dämmeigenschaften für die Außenwand.
  • Außenwandbekleidungen mit naturbelassener Holzschalung oder Ziegelverblendung.
  • Dacheindeckung mit Tondachpfannen
  • Oberböden aus Holzdielen, Parkett, Linoleum, Korkfliesen, Teppich aus Naturfasern wie Wolle, Sisal, Kokos.
  • Fenster in Holz aus mitteleuropäischem Anbau.
  • Anstriche: Kalk-Silikat-Kasein-Leim.
Einige Beispiele für Baustoffe und Bauteile, die unter Umweltgesichtspunkten als ungeeignet zu bewerten sind:
  • asbesthaltige Bauteile.
  • FCKW-geschäumte Dammstoffe.
  • formaldehydreiche Bauteile (einige Spanplattenarten, E 2 - E 3 Ortschäume).
  • PDB (Pentachlorbiphenyl) -haltige Spachtelmassen oder sonstige Stoffe.
  • Hölzer aus Raubbau in tropischen Regenwäldern.
  • Dispersion mit Naturharzen ohne organische Lösungsmittel.
  • Holzschutzmittel aus Boraxverbindungen.
Weitere Informationen:
Gemeindeverwaltung Weissach im Tal
Umweltbeauftragter, Telefon: 07191/3531-32
e-mail: rudolf.scharer@weissach-im-tal.de