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 Umweltschutz im Schulranzen 
Hefte und Mappen
Umweltschutzpapier (UWS-Papier) wird aus 100 Prozent Altpapier so wenig umweltbelastend wie möglich hergestellt. Es ist weder entfärbt noch eingefärbt und schon gar nicht gebleicht. Im Vergleich zum weißen Papier schont UWS-Papier den Rohstoff Holz, benötigt erheblich weniger Wasser und Energie und belastet das Abwasser deutlich geringer. Papier-Recycling trägt außerdem dazu bei, dass unsere Müllberge langsamer wachsen.
 
Für den Schulbedarf wird so ziemlich alles aus UWS-Papier hergestellt: Hefte groß und klein, mit verschiedenen Lineaturen und Kästchen oder blanco, mit und ohne Rand; Notenhefte; Schwunghefte; Ringbücher und Ringbucheinlagen; Spiralblocks zum Rechnen und Schreiben; große und kleine Zeichenblöcke; Jurismappen und Schnellhefter.
 
Bleistifte und Buntstifte
Das giftige Schwermetall gibt dem Bleistift lediglich noch seinen Namen. Blei enthält er längst nicht mehr. Überwiegend aus Holz, ist er ein recht umweltfreundlicher Schreiber. Trotzdem ist Bleistift nicht gleich Bleistift. Der Umwelt zuliebe gibt es Blei- und Buntstifte ohne Farbüberzug. Unlackierte Stifte schreiben und malen genauso wie die lackierten; nur ihr Herstellungsprozess ist weniger umweltbelastend
 
Füllhalter und Tintenkiller
Dass Füllhalter lange halten und nachfüllbar sind, macht sie der Umwelt sympathisch. Auf das Nachfüllsystem aber kommt es an. Umweltfreundliche Füller haben einen Tintentank. Auf Plastikmüll erzeugende Patronen können sie verzichten. Das Tintenfaß wandert, wenn es leer ist, in den Altglascontainer und wird recycelt. Für Schulanfänger gibt es Füller, die sind so konstruiert, dass sowohl ein auftankbarer Tintenkonverter als auch Patronen zu verwenden sind. Aus praktischen Erwägungen ist es wohl besser, wenn das Tintenfaß zuhause bleibt und Du für den Notfall Patronen im Federmäppchen hast.
 
So willkommen er bei vielen von uns ist, vielen Eltern und auch Lehrern erscheint der Tintenkiller nicht ganz geheuer. Was die Tinte von Blatt wegzaubert, sind in der Hauptsache eine schwefelige Verbindung und eine Lauge. Es ist umstritten, ob die Mengen Gefahren bedeuten. Allerdings müßt Ihr wissen, dass Tintenkiller, wie alles zum Schreiben und Malen, aufs Papier und nicht in den Mund gehören.
 
Filzstifte
Filzstifte stehen bei Schülern hoch im Kurs, bringen aber der Umwelt ein dickes Minus. Die meisten Faserschreiber sind Einwegprodukte, die am Ende ihrer kurzen Lebensdauer als Plastikmüll im Papierkorb landen.
 
Neben der Abfallmenge spielt auch das Material der Kunststoffhülle bei der Entsorgung eine Rolle. Auch die Faserminen sind nicht ohne. Auf gar keinen Fall in Schulkinderhände gehören Filzer, die intensiv riechen. Sie enthalten Lösungsmittel.
 
Wachsmalstifte
Wachsmalstifte gibt es in bruchsicheren Kunststoffhüllen oder alternativ in schlichter Papierhülle. Keine Frage, angesichts des Plastikmülls sind die Maler im Papier die umweltfreundlichere Version. Der richtige Andruck beim Malen ist erlernbar, und wenn mal ein Stift auseinanderbricht, werden halt zwei kleinere daraus. Ganz besonders angenehm riechen Stifte, denen Bienenwachs zugesetzt wurde.
 
Radiergrummi, Lineal und Anspitzer
Viele Radiergummis, die meisten Lineale und fast alle Spitzerdosen sind aus Plastik. Wenn es sich nicht gerade um modischen Firlefanz handeln, ist solcher Schulbedarf solide und zwecktauglich. Für kompromißlose Umweltschützer hingegen sind nur Stoffe aus der Natur akzeptabel, die umweltschonend entnommen werden und sich später auch wieder in den Naturkreislauf einfügen. Auch diesen Ansprüchen kommt der Markt entgegen und bietet Radierer aus Naturkrautschuk, Lineale aus unbehandeltem Holz und Spitzerdosen in einer Kombination aus stabilem, dekorativ verkleidetem Karton - natürlich aus Altpapier - und Kork.
 
Kleber
Was Kleber in Verruf brachte sind die organischen Lösemittel, die nicht nur der Umwelt, sondern auch direkt unserer Gesundheit schaden.
 
Mittlerweile ist bewiesen: es pappt auch ohne die hochflüchtigen Bestandteile, wenn auch nicht ganz so schnell. Die Wende zu lösemittelfreien Produkten brachte zunächst flüssige Papierkleber und Klebestifte. Weil sie als Verdünner Wasser enthalten, muss man zwar Konservierungsmittel hinnehmen, aber die sind das kleinere Übel.
 
Neuerdings werden auch Alleskleber ohne Lösemittel hergestellt. Suchen Sie nach dem entsprechenden Hinweis auf dem Produkt, denn nach wie vor gibt es auch lösemittelhaltige Alleskleber.
 
Federmäppchen
Ob Federmäppchen oder Schlampertäschchen, die meisten sind aus Plastik, ungeheuer modisch und gehen vor allen Dingen schnell kaputt. Ärgerlich ist auch, dass die Mäppchen bereits mit Dingen gefüllt sind, die teilweise nicht gebraucht werden. Feder- und Schlampermäppchen innen und außen aus Leder sind die umweltfreundliche Alternative. Ob es ein Nachteil ist, dass sie weniger poppig aussehen, ist Geschmackssache. Auf jeden Fall sind sie robust und langlebig. Ledergeschäfte führen auch Federmäppchen ohne Inhalt. Die Umwelt erhält eine Chance, wenn nur das gekauft wird, was wirklich notwendig ist.
 
Schulranzen
Schulranzen sollen vielfältige Anforderungen erfüllen. Weil kleine Kinder höchstens 10 Prozent ihres Körpergewichts auf dem Rücken tragen sollen, muss der Ranzen leicht sein. Damit die Wirbelsäule keinen Schaden nimmt, muss der Ranzen nach orthopädischen Gesichtspunkten gestaltet sein. Um Kinder vor Unfällen zu schützen, muss der Ranzen durch rückstrahlende und fluoreszierende Teile sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit gut sichtbar sein. All das spricht für den Leichtschulranzen aus Synthetik. Nur, der ist alles andere als umweltfreundlich, zumal einige Bestandteile aus dem kritischen Kunststoff PVC bestehen. Umweltschonend sind Ranzen aus Leder. Diese Alternative sollte zumindest dann eine Chance haben, wenn es um die langfristige Anschaffung für ältere Schüler geht. Für den Schulanfang und bei kleinen, zarten Kindern wiegen die Vorteile der synthetischen Leichtschulranzen schwerer als der ökologische Nachteil.
 
Weitere Informationen:
Gemeindeverwaltung Weissach im Tal
Umweltbeauftragter, Telefon: 07191/3531-32
e-mail: rudolf.scharer@weissach-im-tal.de