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 Informationen aus dem Bereich des Pflanzenschutzes 
  1. Anwendung von Pflanzenschutzmitteln in Wasserschutzgebieten und auf sonstigen Flýchen
    1. In Baden-Wýrttemberg dýrfen Pflanzenschutzmittel entsprechend der Schutzgebiets- und Ausgleichsverordnung (SchALVO) in ausgewiesenen Wasserschutzgebieten nur eingesetzt werden, wenn sie den Bestimmungen der SchALVO entsprechen. Auf Maisflýchen in Wasserschutzgebieten ist der Wirkstoff Terbuthylazin (enthalten in Herbiziden wie z. B. ARTETT, GARDO GOLD, LIDO, ZINTAN GOLD-PACK) verboten, kann aber durch andere Wirkstoffe gleichwertig ersetzt werden. Auf Rebflýchen darf der Wirkstoff Dichlobenil (enthalten in ýlteren Herbiziden wie z. B. CASORON, PREFIX, USTINEX) nicht eingesetzt werden.
    2. Der Wirkstoff Atrazin hat in Deutschland auf allen Flýchen ein Anwendungsverbot.
    3. Auf Nichtkulturland, z. B. auf stillgelegten Flýchen, Býschungen, Feldrainen, Feldwegen dýrfen keine Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden.
       
      Wie in den Vorjahren werden auch dieses Jahr Bodenproben zur ýberprýfung des bestimmungsgemýýen Pflanzenschutzmitteleinsatzes gezogen.

  2. Import von Pflanzenschutzmitteln
    Pflanzenschutzmittel dýrfen in Deutschland nur eingefýhrt, vertrieben und angewendet werden, wenn sie in Deutschland zugelassen sind oder identisch (Hersteller- und Produktidentitýt) mit einem bei uns zugelassenen Prýparat. Seit 01.07.2001 mýssen auch von Endverbrauchern fýr den Eigenbedarf eingefýhrte Pflanzenschutzmittel eine Beschriftung und Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache aufweisen.
     
  3. Indikationszulassung fýr Pflanzenschutzmittel
    Die seither verbreitete Vertriebszulassung wird seit 01.07.2001 von der Indikationszulassung abgelýst. Das bedeutet, dass Pflanzenschutzmittel entsprechend den Gebrauchsanleitungen oder nach Genehmigungen gemýý ý 18 des Pflanzenschutzgesetzes nur in den festgelegten Anwendungsgebieten (Kulturen), gegen bestimmte Schadorganismen und zu vorgegebenen Anwendungsbedingungen eingesetzt werden dýrfen. Diese Anwendungsbestimmungen sind buýgeldbewehrt.
     
  4. Anwendung von Pflanzenschutzmitteln im Haus- und Kleingartenbereich
    Pflanzenschutzmittel fýr den Haus- und Kleingarten mýssen mit der Aufschrift ýAnwendung im Haus- und Kleingartenbereich zulýssigý versehen sein. Weitere Auskýnfte erteilen das Amt fýr Landwirtschaft, die Beratungsstellen fýr Obst- und Gartenbau beim Landratsamt und die ýrtlichen Obst- und Gartenbauvereine.
     
  5. Schutz des Naturhaushaltes
    1. Oberflýchengewýsser
      Auch der Rems-Murr-Kreis besitzt zahlreiche Wasserlýufe, an die z. T. landwirtschaftlich intensiv genutzte Flýchen angrenzen. Topographisch sind viele dieser Flýchen von Hang- und Steillagen geprýgt. Um die Oberflýchengewýsser vor der Belastung mit Pflanzenschutz-mitteln zu schýtzen, dýrfen Pflanzenschutzmittel nur nach guter fachlicher Praxis sach- und bestimmungsgemýý ausgebracht werden. Die Gebrauchsanleitungen mýssen genau beachtet werden. Dazu gehýrt auf jeden Fall die Einhaltung der jeweils vorgeschriebenen Mindest-abstýnde zu Oberflýchengewýssern bei der Anwendung der Mittel. Keine Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Flýchen, von denen die Gefahr einer Abschwemmung in Gewýsser gegeben ist. Wasserfýhrende Grýben zur Zeit der Anwendung sind rechtlich gesehen auch als Oberflýchengewýsser einzustufen. Damit keine Pflanzenschutzmittel in die Kanalisation gelangen, wird empfohlen, die Restmengen im Tank zu verdýnnen und auf der behandelten Flýche auszubringen sowie die Reinigung des Pflanzenschutzgerýtes ebenfalls auf dem Feld vorzunehmen, keinesfalls auf Hofflýchen mit Abschwemmungsgefahr in Kanalisationsschýchte.
    2. Saumstrukturen (z. B. Biotope, Feldraine, Gehýlzinseln, Hecken)
      Zum Schutz von Flora und Fauna von nicht landwirtschaftlich oder gýrtnerisch genutzten Flýchen sind neue Anwendungsbestimmungen gýltig. Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmittel mýssen die in den Gebrauchsanleitungen genannten Mindestabstýnde eingehalten werden. Der Rems-Murr-Kreis ist im Verzeichnis der regionalisierten Kleinstrukturanteile als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen.

  6. Schutz der Bienen
    Bienengefýhrliche Pflanzenschutzmittel dýrfen nicht an blýhenden Pflanzen und anderen Pflanzen, wenn sie von Bienen beflogen werden oder wenn sie sogenannten Honigtau aufweisen, angewandt werden. Auch die Abdrift auf blýhende Nachbarkulturen ist unbedingt zu vermeiden (Windrichtung beachten, Sicherheitsabstýnde einhalten!). Blýhende Pflanzen sind nach der Bienenschutzverordnung Pflanzen, an denen sich geýffnete Blýten befinden, auýer Hopfen und Kartoffeln. Ein Bestand gilt demzufolge rechtlich als blýhend, sobald sich darin eine Pflanze, also auch Wildkrýuter, mit geýffneten Blýten befindet. Nicht bienengefýhrliche Pflanzenschutzmittel werden dann als bienengefýhrlich eingestuft, wenn sie in einer hýheren als in der hýchsten in der Gebrauchsanleitung vorgesehenen Aufwandmenge oder Konzentration ausgebracht werden. Auch bei Tankmischungen von Pflanzenschutzmitteln sind diesbezýglich die Gebrauchsanleitungen zu beachten. Weitere Einzelheiten sind in der Verordnung zum Schutz der Bienen geregelt. Es sind auch in diesem Jahr Spritzbrýhe-Proben vorgesehen.
     
  7. Prýfpflicht fýr Pflanzenschutzgerýte
    Vereinbaren Sie bei Bedarf einen Prýftermin bei einem der genannten staatlich anerkannten Kontrollbetrieb. Allgemein wird empfohlen, Pflanzenschutzgerýte mit abdriftreduzierenden Injektordýsen einzusetzen.
    1. Feldspritzgerýte
      Seit dem 1. Juli 1993 besteht die Prýfpflicht fýr im Gebrauch befindliche Pflanzenschutzgerýte fýr Flýchenkulturen (Feldspritzgerýte mit horizontal ausgerichtetem Spitz- oder Sprýhgestýnge). Nach derzeitigem Stand sind Band- und Unterblattspritzgerýte davon nicht betroffen. Alle Spritzgerýte, auýer Neugerýte (Prýfung spýtestens 6 Monate nach der erstmaligen Ingebrauchnahme) mýssen eine gýltige Prýfplakette aufweisen (2 Jahre Gýltigkeit). Es werden Kontrollen durchgefýhrt. Der Gebrauch von Pflanzenschutzgerýten, die mit keiner gýltigen Prýfplakette versehen sind, stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und wird mit einem Buýgeld belegt. Nutzen Sie also die Prýfmýglichkeiten 2003 bei den anerkannten Kontrollbetrieben (Firmen Býuerle, Kirschenhardthof; Schwarz, Groýaspach; Stettner, Kaisersbach; WLZ-Raiffeisen, Backnang; Zeiss, Bittenfeld).
    2. Sprýhgerýte
      Einfýhrung der Pflichtkontrolle bei Pflanzenschutzgerýten fýr Raumkulturen!

      Die Pflichtkontrolle gilt fýr Gerýte mit Spritz- oder Sprýhgestýnge mit Geblýseunterstýtzung in den Ausfýhrungen als Traktoranbau, -aufbau, -anhýngegerýte oder Selbstfahrer.
       
      Ab dem 1. Mai 2003 dýrfen im Obst- und Hopfenbau und ab dem 1. Mai 2004 im Weinbau nur noch Sprýhgerýte mit einer gýltigen Prýfplakette eingesetzt werden.
       
      Bei Gerýten, die zwischen dem 1. Mai 2001 und dem 30. April 2002 freiwillig kontrolliert wurden, ist die Kontrollplakette 3 Jahre gýltig.
       
      Der Prýfturnus betrýgt 2 Jahre.
       
      Neugerýte mýssen ab dem 1. Mai 2002 spýtestens 6 Monate nach Ingebrauchnahme geprýft werden.
       
      Der Einsatz von Gerýten ohne gýltige Prýfplakette ist also kýnftig buýgeldbelegt untersagt.
       
      Bei folgenden Firmen bestehen 2003 Prýfmýglichkeiten fýr Sprýhgerýte: Býuerle, Kirschenhardthof; Frank, Remshalden; Maihýfer, Fellbach; Schwarz, Korb; WLZ-Raiffeisen Backnang und Endersbach.

  8. Infoservice fýr die Pflanzenproduktion
    Ab Beginn der Vegetationszeit bis zu ihrem Ende steht Ihnen der Anrufbeantworter mit Hinweisen und Empfehlungen fýr den Ackerbau und das Grýnland unter der Rufnummer 01805/19719753 zur Verfýgung. Der Anruf kostet 12 Cent pro Minute. Die gleichen Informationen erhalten Sie im Internet unter http://www.allbbk.bwl.de/
    (Suchpfad Fachinformationen-Pflanzenbau-Infoservice). Die Mitteilungen werden regelmýýig aktualisiert.